Dr. de Laporte: „Bei der ADBW habe ich gespürt, wir ziehen alle an einem Strang“

Bei der Strategietagung des ADBW-Vorstands im Januar war auch Dr. Jürgen de Laporte als Präsident der Ärztekammer Nordwürttemberg zu Gast. Als Hausarzt behandelt er in seiner Praxis auch viele Diabetespatienten. Mit ihm haben wir in einem kurzen Online-Interview über diese hausärztliche Sicht gesprochen und auch über seine Erwartungen an die Zusammenarbeit mit der ADBW. Schon jetzt lädt er alle Mitglieder der ADBW ein zur medizin Messe im kommenden Januar und zur Mitarbeit am Gesundheitskompetenz Campus. Wir werden darüber noch ausführlicher berichten. Hier geht´s direkt zum Video.
Ergänzend zum Video hat Dr. de Laporte eine kurze schriftliche Darstellung der Arbeit in der Bezirksärztekammer Nordwürttemberg erstellt und auch beschrieben, welche Rolle das Thema Diabetes dabei spielt.
Kurzes Portrait der Bezirksärztekammer Nordwürttemberg
Die Landesärztekammer Baden-Württemberg stellt als Körperschaft des öffentlichen Rechts die Berufsvertretung aller baden-württembergischen Ärztinnen und Ärzte nach dem Heilberufe-Kammergesetz dar. Die Berufsvertretung erfolgt durch ärztliche Selbstverwaltung unter der Rechtsaufsicht des Sozialministeriums Baden-Württemberg.
Die Bezirksärztekammer Nordwürttemberg führt die ihr übertragenen Aufgaben, dem „operativen Geschäft“, als unselbstständige Untergliederung der Landesärztekammer im Zuständigkeitsbereich des Regierungsbezirkes Stuttgart aus.
Zur Bezirksärztekammer Nordwürttemberg gehört eine Geschäftsstelle, die als Dienstleister für Ärztinnen und Ärzte, Medizinische Fachangestellte und Patientinnen und Patienten fungiert. Darüber hinaus unterstützt der Bezirk die Organe, Gliederungen und Einrichtungen der Kammer, das Berufsgericht sowie die Kommissionen bei ihrer Arbeit unterstützt. Mit aktuell ca. 23.500 Mitgliedern ist die Bezirksärztekammer Nordwürttemberg der größte Bezirk in Baden-Württemberg mit insgesamt 19 Ärzteschaften als unselbständige, lokale Untergliederungen.
Die Bezirksärztekammer Nordwürttemberg ist direkter Ansprechpartner und verantwortlich beispielsweise für:
Vertretung der berufsrelevanten Belange der Ärztinnen und Ärzte
Überwachung der Berufspflichten der Ärztinnen und Ärzte und Unterstützung bei Einhaltung dieser Pflichten
Unterstützung der gewählten Organe
Ärztliche Weiterbildung
Ärztliche Fortbildung
Ausbildung und Fortbildung von Medizinischen Fachangestellten
Unterstützung der Gutachter- und Lebendspende Kommissionen
Fachsprachprüfungen
Die berufsständische Selbstverwaltung ist ein wesentliches Element des freiheitlich, pluralistisch und demokratisch organisierten Gemeinwesens und damit für die Funktionsfähigkeit des Gesundheitswesens unverzichtbar.
Welche Rolle spielt das Thema Diabetes in der Arbeit der Bezirksärztekammern
Im Bereich der ärztlichen Weiterbildung ist die Thematik sehr relevant.
Die Facharztweiterbildung für Innere Medizin kann spezifiziert werden als Facharztweiterbildung für Innere Medizin und Endokrinologie und Diabetologie. Das Gebiet umfasst die Gesundheitsförderung und die Betreuung unter Berücksichtigung der somatischen, psychischen und sozialen Wechselwirkung und die interdisziplinäre Koordination, der an der gesundheitlichen Betreuung beteiligen Personen, auch im Bereich der Diabetologie.
Die Inhalte der Zusatzweiterbildung Diabetologie sind integraler Bestandteil der Weiterbildung zur Fachärztin/ zum Facharzt für Innere Medizin und Endokrinologie und Diabetologie sowie integraler Bestandteil der Zusatzweiterbildung Kinder- und Jugend-Endokrinologie und Diabetologie. Sie setzt die Facharztanerkennung im Gebiet Allgemeinmedizin, Innere Medizin oder Kinder- und Jugendmedizin voraus. Sie umfasst in Ergänzung zu einer Facharztkompetenz die Erkennung, Behandlung und Rehabilitation aller Formen der diabetischen Stoffwechselstörung einschließlich ihrer Komplikationen sowie die Beratung und Schulung. In Ergänzung zur Zusatzweiterbildung Kinder- und Jugend-Endokrinologie und -Diabetologie umfasst die Zusatzweiterbildung Diabetologie die Prävention, Erkennung, Behandlung und Rehabilitation von Erkrankungen der inneren Sekretion einschließlich ihrer Komplikationen des Säuglings, Kleinkindes, Kindes, Jugendlichen und Heranwachsenden in seinem sozialen Umfeld von der pränatalen Periode einschließlich der Transition in eine Weiterbetreuung.
Auch bei der Facharztweiterbildung für Allgemeinmedizin sollen Handlungskompetenzen in Bezug auf Diabetologie erlangt werden, insbesondere die Langzeitversorgung von Patientinnen und Patienten mit Diabetes mellitus, auch mit Insulintherapie.
Zum aktuellen Zeitpunkt haben 161 Mitglieder der Bezirksärztekammer Nordwürttemberg die Zusatzweiterbildung Diabetologie und 19 Mitglieder die Zusatzweiterbildung Kinder-Endokrinologie und -Diabetologie erworben. Die Spezialisierung der Facharztbezeichnung Innere Medizin und Endokrinologie und Diabetologie führen 29 Mitglieder. In Nordwürttemberg wird sowohl die Facharztprüfung für Innere Medizin und Endokrinologie und Diabetologie als auch die Prüfung für die Zusatzbezeichnung Diabetologie und die Zusatzbezeichnung Kinder- und Jugend-Endokrinologie und Diabetologie durchgeführt.
In der Weiterbildungsordnung ist in der zu erlangenden Handlungskompetenz auch die nicht-medikamentöse Therapie relevant. Maßnahmen der Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention bei Diabetes mellitus und dessen Folgeerkrankungen sind relevant. Außerdem die Vorbeugung, Diagnostik und Therapie einschließlich der Komplikationen, diabetes-assoziierter Erkrankungen sowie sekundärer Diabetesformen. Eine wichtige Stellung haben auch Ernährungsberatung und Diätetik, sowie die Erstellung von Ernährungsplänen, sozialmedizinische Beratung, Planung und Durchführung von Rehabilitationsmaßnahmen sowie Langzeitbetreuung bei endokrinologischen und diabetologischen Erkrankungen.
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